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Die Geheimnisse des Sounddesign im Gaming – Das Schalllabor bei „TURN ON Games“

Sounddesign vs. Akustikdesign

Im Akustikdesign – im Gegensatz zum Sounddesign – wird der Produktklang selbst verändert. Es wird entweder der Entstehungsprozess, die Weiterleitung oder die Abstrahlung des Schalls so verändert, dass der Klang des Produkts mit dem übereinstimmt, was das Produkt an Eigenschaften kommunizieren soll. Im Allgemeinen dient es dazu die Wertanmutung des Produkts zu steigern, im Speziellen konkrete Zustände des Produkts zu kommunizieren.

Sounddesign im Computerspiel

In der Welt der Computerspiele ist dies nun auf der einen Seite einfacher, da jeder Sound künstlich erzeugt werden kann und man nicht auf die Physik beschränkt bleibt. Hier steht die Immersion ins Geschehen im Vordergrund. Sounds dienen dazu, dass man sich ins Spiel eingebettet fühlt. Hier kommt es beim Design weniger auf den realistischen Sound an, als auf das was der Hörer erwartet zu hören. Das beste Beispiel sind vielleicht die abgefeuerten Kanonen eines gegnerischen Raumschiffes im Weltall. Aus realistischer Perspektive dürfte man nicht nur nichts hören, sondern die zeitliche Synchronisation zwischen Bild und Ton dürfte auf derart lange Distanzen auseinander laufen. Dennoch wird ein Spiel mit Ton sicherlich ein größere Immersion in das Kampfgeschehen bieten — wenn es im Design darauf ankommt. 

Psychoakustik untersucht die Wahrnehmung des Schalls

Auf der anderen Seite ist es auch schwerer, dadurch dass man die gesamte kreative Freiheit besitzt, beliebige Sounds zu entwerfen. Im Extremfall — wie in der Science-Fiction — Sounds von Objekten/Lebewesen, die es noch überhaupt nicht gibt. Hier kann die Psychoakustik eine Hilfestellung bieten: Denn es gibt zwar die Objekte, auf die die Sounds verweisen, nicht in der Realität, aber die Verarbeitung der Klänge ist beim Menschen immer gleich. Die Psychoakustik erforscht diese Gesetzmäßigkeiten für die auditive Wahrnehmung. Bestimmte Eigenschaften der Geräusche verweisen dann auf Objekte/Lebewesen, die es schon gibt, und mit dieser Assoziation werden dann Eigenschaften auf ein bis dato unbekanntes Objekt/Lebewesen projiziert. Die Grundbausteine hierfür werden in der Psychoakustik beschrieben: Schärfe, Tonhaltigkeit, Rauigkeit, spektraler Schwerpunkt u.a.

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